Sonntagsmesse aus dem Kölner Dom

Hl. Messe jeden Sonntag um 10 Uhr live aus dem Kölner Dom

Jede Woche sendet DOMRADIO.DE die Sonntagsmesse live aus dem Kölner Dom. Die Übertragung sehen Sie hier.

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Montags bis Samstags überträgt DOMRADIO.DE um 8 Uhr die Heilige Messe aus dem Kölner Dom. Jeden Sonn- und Feiertag sehen Sie die Übertragung des Kapitels- oder Pontifikalamts aus dem Kölner Dom ab 10 Uhr und die Vesper (Choral Evensong) ab 18 Uhr.

Darüber hinaus werden auch Gottesdienste aus anderen Kirchen übertragen, die z. T. auch parallel zu den Übertragungen aus dem Kölner Dom angeboten werden.

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Sehen Sie hier die Messe vom vergangenen Sonntag

Predigt des Gottesdienstes am vergangenen Sonntag

In seiner Predigt sprach Domkapitular Dominik Meiering über das Thema Furcht. Jesus schickte seine Jünger, um die frohe Botschaft zu verkünden. Dazu gab er ihnen zwei Dinge auf den Weg.

"Fürchtet Euch nicht vor den Menschen"

"Das erste und wichtigste, das er ihnen mitgab war: ‚Fürchtet Euch nicht vor den anderen Menschen!‘", so Meiering. Es sei normal, dass sich Menschen voreinander fürchten – sei es unter Geschwistern, Kindern oder Arbeitskollegen.

"Wie viel mehr muss man sich dann fürchten vor Menschen, die man noch gar nicht kennt und denen man mit einer Botschaft kommen soll, die völlig neu ist – nämlich, dass Gott gegenwärtig ist in einem Menschen, dem Messias?"

Zuletzt habe man in der Corona-Zeit gemerkt, wie "furchtbar schwer" es war, sich zu isolieren und auf Abstand zu gehen. Das sei normal, da es sich um eine Veränderung handle und der Mensch ein "langsames Tier" sei und langsam lernte, sich in etwas Neuem sicher zu fühlen. 

"Das Himmelreich ist einfach da"

"Es ist wirklich eine herausfordernde Zeit, in der wir leben", so der Domkapitular. In genau diese Zeit passe Jesus Appell, sich nicht vor Menschen zu fürchten. "Meistens fürchtet man, dass Menschen mit einem ins Gericht gehen können, über einen reden und ihn physisch oder psychisch vernichten können." Das sei nicht unberechtigt, meinte Meiering. 

Doch Jesu Botschaft helfe: Denn die Verkündigung des Himmelreichs sei nicht zu unterdrücken, das Himmelreich sei "einfach da". "Egal, wer gegen Dich und Deine Botschaft kämpft, mach Dir keine Sorgen, fürchte Dich nicht vor den Menschen."

Auch die Kirche sei furchtsam geworden. Meiering wünschte sich mehr Mut. Es sei keine Option, dazusitzen und zu warten, wer "noch alles an Board bleibt" oder eine "Anti-Modernisten-Haltung" einzunehmen, nach dem Motto: "Am Ende werden die Rechtgläubigen schon dabei sein."

Ehrfurcht vor Gott

Jesus gab den Jüngern noch eine Botschaft mit: "Fürchtet Euch eher vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann." Das sei eine Ermutigung, sie bedeute: "Habt Respekt, habt Ehrfurcht vor Gott".

Meiering erinnerte daran, dass im Judentum Gottesfurcht und Gottesliebe identisch seien. "Mit anderen Worten: Passt auf, dass Ihr Eure Gottesbeziehung nicht verliert." Furcht sei demnach, mit Augustinus gesprochen, eine Art Entfremdung von Gott. Dabei bedeute Gottesfurcht vielmehr Vertrauen zu haben.