Erzbistum Köln – Über 9.000 Beratungen im Jahr – Unterstützung in Notlagen

28. Juli 2020 (pek200728-DiCV/sam)

Köln. Für junge Familien und besonders Frauen in existenziellen Notlagen wird die katholische Schwangerenberatung esperanza im Erzbistum Köln immer wichtiger: Drei von vier Ratsuchenden brauchten 2019 dringend materielle Unterstützung – sei es, weil sie arbeitslos waren, Schulden drückten oder kein geeigneter Wohnraum zur Verfügung stand, um ein Baby versorgen zu können. Insgesamt beriet esperanza im vergangenen Jahr 9.062 Frauen und Männer.

"Armut ist bittere Realität, besonders bei jungen Familien. Das spüren unsere Beraterinnen und Berater in den 36 Beratungsstellen im Erzbistum Köln immer deutlicher", so Anke Hirsch, esperanza-Referentin beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln. Gründe für Beratungsgespräche waren neben Armut und Existenzangst: psychische Überforderung, Angst vor einer Behinderung des Kindes, eine ungewollte Schwangerschaft oder der Umstand, als Minderjährige schwanger geworden zu sein. 20 Jahre nach der Gründung sei esperanza immer häufiger auch für Zugewanderte ein Rettungsanker, so Hirsch weiter. 

Was ist die Schwangerenberatung esperanza?

Esperanza war im Jahr 2000 vom damaligen Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner ins Leben gerufen worden, nachdem die katholische Kirche in Deutschland auf Weisung von Papst Johannes Paul II. aus dem staatlichen System der Konfliktberatung ausgestiegen war. 

Bis heute hat esperanza mehr als 185.000 Frauen und Männer beraten. Das Erzbistum Köln hat knapp 50 Millionen Euro in den Fachdienst investiert und damit tausenden Familien den Start mit Kind erleichtert. Allein 2019 wurden drei Millionen Euro vergeben, die Mittel stammten aus der Bundesstiftung Mutter und Kind, kommunalen Hilfen und dem bischöflichen Hilfsfonds.